Dienstag, 15. Dezember 2009

15. Türchen


Heute tanzen alle Sterne
James Krüss (1926-1997)

Heute tanzen alle Sterne
und der Mond ist blank geputzt.
Petrus in der Himmelsferne
hat sich seinen Bart gestutzt.

Überall erklingt Geläute,
fröhlich schmückt sich Gross und Klein.
Und die Heiligen tragen heute
ihren Sonntag-Heiligenschein.

Es ertönen tausend Flöten,
tausend Kerzen geben Glanz.
Und die würdigen Kometen
Wedeln lustig mit dem Schwanz.
Hintern Zaum im Paradiese
gar nicht weit vom Himmelstor
musiziert auf einer Wiese
auch der Engelskinderchor.

Ihre roten Tröpfelnasen
putzen sich die Kleinen schnell
und dann singen sie und blasen
auf Fanfaren, silberhell.

Jedes Jahr um diese Stunde
singen sie nach altem Brauch.
Alle Sterne in der Runde
lauschen - und die Menschen auch.

Manchmal, aber leise, leise
wird der Chor der Engel stumm.
Und im ganzen Erdenkreise
geht ein sanftes Flüstern um.

Dann erscheinen sieben Schimmel
zärtlich ruft es "Hüh und hott!"
Und gemächlich durch den Himmel
fährt daher der liebe Gott.

Da verstummen alle Lieder
und die Engel machen fix
mit gefaltetem Gefieder
vor dem Herrgott einen Knicks.

Alle goldenen Sternenherden
drehn sich still dazu im Tanz.
Und im Himmel wie auf Erden
leuchtet Weihnachtskerzenglanz.

Foto mit freundlicher Genehmigung von CoolPhotos

Montag, 14. Dezember 2009

14. Türchen


Bild von Jokers.de

Der Glanz der Weihnacht

Lichterschläuche, Lampen, Sterne,
grell bestückt ist jeder Strauch.
Immer bunter und recht gerne
ziert man Häuser-Kanten auch.

Form und Farbe in der Klarheit
scheiden den Geschmack durchaus,
doch wie sieht die Wahrheit
hinter den Fassaden aus?

Weihnachtsmann, stets rot, mit Schlitten. –
Wer weiß noch, dass dieses Stück
einer Werbung ist entglitten?
Coca-Colas „Kunden-Glück“.

Nikolaus von Myra, heilig. –
Ist er das, der alte Mann?
Viel Geschenke bringt das Christkind. -?-
Grenzen fließen dann und wann.

Bethlehem in diesen Tagen:
Palästina / Heil’ges Land. –
Niemand hier um nachzufragen,
was man dort vor Zeiten fand?

Es war Christus, Kind und Sieger,
Herrscher über Tod und Zeit!
Und kein Festtagssinn-Verbieger
wie wir Menschen weit und breit.

Darum lasst uns neu beginnen,
wohl zu feiern den Advent:
Ankunft, Weihnacht. Tief von innen.
Licht ist da. – Am Firmament.

April, April

dachte ich so, aber weit gefehlt.

Der große gelbe Postbeförderer verlangt ab 01.01.2010 für bunte Briefe und Karten statt 0,55€ (bzw. 0,45€ für die Karte) dann 0,90€, weil die bunten Briefe und Karten oft nicht maschinenlesbar sind und deshalb von Hand sortiert werden müßten.

Na toll, jetzt sind bunte Briefumschläge also auch schon eine Frage des Kleingeldes.


So und nur um die Post zu ärgern, habe ich alle Weihnachtskarten wahlweise in Tannengrün bzw. Karminrot verschickt!

Sonntag, 13. Dezember 2009

13. Türchen


Das helle Licht

Wenn des Lichtes heller Schein
tief in dein Herz fällt,
fühlst du dich nicht mehr allein,
Finsternis weicht von der Welt.

Wärme schenkt das helle Licht,
du weißt dich geborgen,
Angst verschwindet, hält sich nicht,
leise flieh'n die Sorgen.

Sei auch du ein helles Licht
in der dunklen Nacht,
dass der helle Schein durchbricht
von dem, der es gemacht.

Samstag, 12. Dezember 2009

12. Türchen


Der Weihnachtsstern

Von Osten strahlt ein Stern herein
Mit wunderbarem hellem Schein,
Es naht, es naht ein himmlisches Licht,
Das sich in tausend Strahlen bricht!
Ihr Sternlein auf dem dunklen Blau,
Die all ihr schmückt des Himmels Bau
Zieht euch zurück vor diesem Schein.
Ihr werdet alle winzig klein!
Verbergt euch, Sonnenlicht und Mond,
Die ihr so stolz am Himmel thront!
Er naht, er naht sich von fern -
Von Osten her - der Weihnachtsstern!

(Franz von Pocci
)

Freitag, 11. Dezember 2009

ich kann nicht mehr

vor Lachen

Das Kind hat eine CD gefunden, die Mama als DVD verkannt hat.
Nun nudelt schon den zweiten Tag Thomas im CD-Radio im Kinderzimmer rauf und runter.
Heute Nachmittag nun wollte ich mich mit Keksen und Tee dazu gesellen, aber ich konnte nicht.
Oder könnt ihr da draußen in aller Ruhe Kekse essen, wenn Dirk bach die kleine blaue Lokomotive gibt?

Elternsprecherdienste

Vorgestern Hortweihnachtsfeier mit organisieren, dem Weihnachtsmann helfen und Kekse gebacken.

Gestern Schriftkram für die Klassenlehrerin erledigt, Weihnachtswoche geplant.
Pixi-Bücher für die Klasse bestellt und Füllung der Klassenkasse organisiert.

Heute Weihnachtsschokolollis und Geschenktüten alles 21mal kaufen, denn der Mann mit dem Rauschebart hat grad ein paar kranke Wichtel und schafft es nicht allein.

Schöner Stress, wenn man die Freude von 21 Kindern mit erleben darf.


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Nachtrag:
Die gewünschten Pixibücher sind nicht 21mal lieferbar, also neuer Titel raus gesucht, neu bestellt und hoffentlich klappt es diesmal.

11. Türchen




Wär uns der Himmel immer so nah
Und uns’re Arme immer so offen,
fänden viele sicher die Kraft
wieder zu hoffen.

Wär’n unse’re Herzen immer so weit
Und lernten wir in Frieden zu leben,
fänden viele sicher die Kraft
nicht aufzugeben.

Das Glück braucht keine bunten Schleifen
Und Liebe keine Jahreszeit.
Wir könnten täglich nach den Sternen greifen
Sie sind nicht so weit.

Wär uns der Himmel immer so nah ....

Wär’n uns’re Herzen immer so offen ...

Der Lichterglanz muß nicht verblasen,
auch wenn die Kerzen bald verglühn.
Dann wären Gold und Silber mehr als Farben,
die vorüber ziehn.

Wär uns der Himmel immer so nah .....

Wär’n unse’re Herzen immer so offen ...


Rolf Zuckowsky

Donnerstag, 10. Dezember 2009

10. Türchen


Gedicht vom Plätzchenbacken

Wir haben gebacken, wir haben geschafft,
wir haben gerührt mit aller Kraft,
damit der Teig auch richtig wird,
haben wir Mehl hineingerührt.
Die Plätzchen sollen köstlich sein,
drum müssen Eier und Milch hinein.

Als der Teig fertig war und gut gerochen,
haben wir Plätzchen ausgestochen
und schoben sie dann, denn das muss sein,
auf dem Backblech in den Ofen hinein.
Jetzt sehen Mutti und ich zu Haus
noch mehliger als die Plätzchen aus.

9. Türchen


Advent

Mascha Kaléko

Der Frost haucht zarte Häkelspitzen
Perlmuttergrau ans Scheibenglas.
Da blühn bis an die Fensterritzen
Eisblumen, Sterne, Farn und Gras.

Kristalle schaukeln von den Bäumen,
Die letzen Vögel sind entflohn.
Leis fällt der Schnee ... In unsern Träumen
Weihnachtet es seit gestern schon.

Dienstag, 8. Dezember 2009

8. Türchen


Weihnachtsidylle

Ein zarter weißer Winterschleier
legt sich bald über Wald und Flur
So wie der Igel und der Weiher
legt sich auch schlafen die Natur

Die Kälte dirigiert die Wellen
bis dass der See in Ruhe liegt
und Demut grüßt an vielen Stellen
bis manche Seel' in Achtung wiegt

Die Stimmung überfüllt den Raume
und Stille spannt die Arme breit
So mancher badet in dem Traume
das Frieden herrscht und Einigkeit

Nun öffnen Herzen weit die Pforten
und lassen auch das Mitleid rein
damit an allen Weihnachtsorten
das Christkind kann zufrieden sein

mit freundlicher Genehmigung von Otmar Heusch

Montag, 7. Dezember 2009

7. Türchen


In den Sternen steht's

Käthe Fürstenberg

Bunt wie Sommertage
ging der Herbst vorbei.
Man liebe und bewahre
sich seine schöne Zeit.

Wie vom Wind verweht
verging ein Jahr,
doch was in den Sternen steht,
bringt ein neuer Tag.

Es ist ein Hasten und ein Sehnen
in der Weihnachtszeit,
bis die Lichter brennen,
ist es nicht mehr weit.

Foto mit freundlicher Genehmigung von CoolPhotos

Sonntag, 6. Dezember 2009

6. Türchen




Wichtelmännchen

Lampen aus, es schlafen alle Leute,
Still im Hause, Weihnachten ist heute,
Wichtelmännchen kommen auf den Zehen,
Horchen, spähen, keiner darf sie sehen.

Durch das Fenster sehn die Wichtelmännchen,
Weihnachtsessen, Schüsseln, viele Kännchen,
Auf die Tische klettern sie zum Schinken,
Äpfel, Reis und Leckeres zu trinken.

Alle Wichtel geben sich Geschenke,
Flüstern hört man: Bitteschön! Ich danke!
Dann zum Spielen - bis zum Morgengrauen,
Müde sind die Wichtel anzuschauen,

Wichtelmännchen schleichen um die Ecke,
Vorsicht! Auf den Zeh'n in die Verstecke!

(aus dem Finnischen)

Samstag, 5. Dezember 2009

5. Türchen


Vorfreude, schönste Freude

1.Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.
Tannengrün zum Kranz gewunden, rote Bänder dreingebunden
und das erste Lichtlein brennt.
Erstes Leuchten im Advent, Freude im Advent!

2. Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.
Heimlichkeit im frühen Dämmern, basteln, stricken, rascheln, hämmern
und das zweite Lichtlein brennt. Heimlichkeiten im Advent,
Freude im Advent!

3. Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.
Was tut Mutti, könnt ihr´s raten? Kuchen backen, Äpfel braten
Und das dritte Lichtlein brennt. Süße Düfte im Advent,
Freude im Advent!

4. Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent.
Kinderstimmen, leise, leise, üben manche frohe Weise
Und das vierte Lichtlein brennt. Lieder klingen im Advent,
Freude im Advent!

von Erika Engel

Freitag, 4. Dezember 2009

4. Türchen


Adventslichter

Sobald die erste Flamme
die Dunkelheit durchbricht
da wächst in uns die Sehnsucht
nach Geborgenheit und Licht.

Zwei Kerzen am Adventskranz:
Frohes Schauern ist erwacht
ach, lang noch wird es dauern
bis hin zur Heil'gen Nacht.

Drei Kerzen am Adventskranz:
In's Herz schweift mancher Blick
ruft wehmütig Vergangenes
in's Kerzenlicht zurück

Vier Kerzen am Adventskranz:
Die Herzen strahlen weit
aus Kinderaugen leuchtet
die hohe Weihnachtszeit.



Foto mit freundlicher Genehmigung von CoolPhotos