Samstag, 12. Dezember 2015

Vorweihnachtstrubel

Vorweihnachtstrubel

von (c)Ursel Scheffler, www.scheffler-web.de

Grüner Kranz mit roten Kerzen,
Lichterglanz in allen Herzen,
Weihnachtslieder, Plätzchenduft,
Zimt und Sterne in der Luft.
Garten trägt sein Winterkleid
wer hat noch für Kinder Zeit?

Leute packen, basteln, laufen,
grübeln, suchen, rennen, kaufen,
kochen, backen, braten, waschen,
rätseln, wispern, flüstern, naschen,
schreiben Briefe, Wünsche, Karten,
was sie auch von dir erwarten.

Doch wozu denn hetzen, eilen,
schöner ist es zu verweilen
und vor allem dran zu denken,
sich ein Päckchen "Zeit" zu schenken.
Und bitte lasst noch etwas Raum
für das Christkind unterm Baum !!!!


Freitag, 11. Dezember 2015

Schenken


Schenken


Schenke gross oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.


Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Nun wandelt auf verschneiten Wegen


Nun wandelt auf verschneiten Wegen

Nun wandelt auf verschneiten Wegen
die Friedensbotschaft durch die Welt; 
aus Ewigkeit ein lichter Segen
in das Gewühl des Tages fällt.


Schon blinkt die Nacht, die Glocken schwingen, 
und willig macht die Menschheit halt; 
das wilde Drängen, Hasten, Ringen
entschläft; der wüste Lärm verschallt.


Ein Opferduft aus Tannenzweigen, 
ein Wunderbaum mit Sternenpracht, 
und um den Baum ein Jubelreigen -
das ist das Fest, von Gott gemacht.



O holder Traum, laß dich genießen: 
daß alles glücklich, gut und fromm! 
Dann mag die Seligkeit zerfließen, 
der alte Kampfplatz winken: Komm!

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Wunder schafft die Weihnachtszeit


Wunder schafft die Weihnachtszeit.

Vor dem Dorf, darin verschneit jeder Hof und jedes Haus,
Vogelbeerbaum, Nacht für Nacht hundert Lichtlein trägt, entfacht,
die da leuchten weit hinaus.

Achtet seiner Herrlichkeit niemand auch im Wintergraus,
bläst der Wind doch keins ihm aus,
alle strahlen dicht gereiht –
Wunder schafft die Weihnachtszeit.


Martin Greif

Montag, 7. Dezember 2015

Weihnachtslegende



Weihnachtslegende

Ernst von Wildenbruch

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum. 
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.


Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Fröhliche Weihnacht





Fröhliche Weihnacht

Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum
Weihnachtsduft in jedem Raum.
Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Darum alle stimmet ein in den
Jubelton, denn es kommet
das Heil der Welt von des Vaters Thron.

Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum
Weihnachtsduft in jedem Raum.
Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Licht auf dunklem Wege,
unser Licht bist du,
denn du führst, die dir vertrauen,
ein zu sel'ger Ruh'.

Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum
Weihnachtsduft in jedem Raum.
Fröhliche Weihnacht überall
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Was wir ander'n taten,
sei getan für dich,
daß bekennen jeder muß,
Christkind kam für mich.



Samstag, 5. Dezember 2015

Ich wünsche dir Zeit



Ich wünsche dir Zeit
Elli MichlerDir Zei
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.
Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben !


Verlag, München, 2004 - : www.ellimichler.de

Freitag, 4. Dezember 2015

Lied des Nussknackers


Lied des Nußknackers
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

König Nußknacker, so heiß ich.
Harte Nüsse, die zerbeiß ich.
Süße Kerne schluck ich fleißig;
Doch die Schalen, ei, die schmeiß ich
Lieber andern hin,
weil ich König bin.

Aber seid nicht bang!
Zwar mein Bart ist lang
Und mein Kopf ist dick
Und gar wild mein Blick;
Doch was tut denn das?
Tu kei'm Menschen was,
Bin im Herzensgrund,
Trotz dem großen Mund,
Ganz ein guter Jung,
Lieb Veränderung,


Amüsier mich gern
Wie die großen Herrn.
Arbeit wird mir schwer,
Und dann mag ich sehr
Frommen Kindersinn,
Weil ich König bin.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Weht im Schnee ein Weihnachtslied


Weht im Schnee ein Weihnachtslied
Hilde Fürstenberg
Weht im Schnee ein Weihnachtslied
Leise über Stadt und Felder,
Sternenhimmel niedersieht,
Und der Winternebel zieht
Um die dunklen Tannenwälder.

Weht im Schnee ein Weichnachtsduft
Träumerisch durch dichte Flocken,
Füllt die schwere Winterluft
Und aus weichen Wolken ruft
Sanft der Klang der Kirchenglocken.


Geht durch Schnee ein Weihnachtskind
Liebend über kalte Erde,
Geht dahin und lächelt lind,
Hoffend, dass wir gütig sind
Und die Menschheit besser werde.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Hörst du auch die leisen Stimmen


Hörst auch du die leisen Stimmen
Ada Christen

Hörst auch du die leisen Stimmen 
aus den bunten Kerzlein dringen?
 
die vergessenen Gebete
 
aus den Tannenzweiglein singen?
 

Hörst auch du das schüchternfrohe,
 
helle Kinderlachen klingen?
 
Schaust auch du den stillen Engel
 
mit den reinen, weißen Schwingen?
 

Schaust auch du dich selber wieder
 
fern und fremd nur wie im Traume?
 
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
 
deine Kindheit aus dem Baume?


Dienstag, 1. Dezember 2015

Wann fängt Weihnachten an



Wann fängt Weihnachten an?
(von Rolf Krenzer)

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt,
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und der Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann fängt Weihnachten an


Montag, 30. November 2015

Vorfreude auf Weihnachten

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind - von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft - rennt froh durch mein Gemüt.
Bald ist es Weihnacht! - Wenn der Christbaum blüht,

Dann blüht er Flämmchen.

Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. - Es werden Lieder, Düfte fächeln. -
Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.


Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes

Alle unfeindlich sind - einmal im Jahr! -

Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie's allen einmal war.

Sonntag, 29. November 2015

Advent

Advent


Advent das ist die stille Zeit,

die Tage schnell verrinnen.

Das Fest der Liebe ist nicht weit,
fangt an euch zu besinnen!


Es gab wohl manchmal Zank und Streit 
ihr habt euch nicht vertragen,

vergesst das Jetzt und seid bereit,
euch wieder zu vertragen.


Denn denk nicht nur an's eigene Glück,
du solltest danach streben,

und anderen Menschen auch ein Stück 
von deiner Liebe geben.


Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
die Wünsche sind verschieden.

Ich wünsche für die ganze Welt 
nur Einigkeit und Frieden 

Samstag, 28. November 2015

Adventskalender

Wie in jedem Jahr auch diesmal wieder.

Nachdem es sehr ruhig hier geworden ist, bin ich nun wieder da für euch.