Dienstag, 26. November 2013

Schule und Pupertät

ganz blöde Kombination

Großes Thema seit Tagen bei uns, weil es sich über ein paar Wochen hoch geschaukelt hat und am Wochenende dann die Bombe geplatzt ist.
Genervte Antworten, genervte Mama, genervtes Kind, liegen gebliebene (längerfristige) Hausaufgaben, miese Stimmung.

Hmm, is das jetzt die Pupertät????

Na ja zum Thema Null Bock und Mama du nervst, denke ich schon.
Ist jetzt nur die Frage wie geht man damit um.
War es nicht ein Buchtitel der da hies "Pupertät ist, wenn Eltern schwierig werden"????
Hmm, sollte ich wohl mal lesen.

Wenn ich jetzt rein von mir ausgehe, dann könnt ich wohl schon aus der Haut fahren, wenn ich sehe wie der Sohn manches angeht, wann er es angeht und stehe gern parat mit "also ich hab das immer so und so gemacht" oder "schreib das doch mal so" oder "denk dran, das und das muß noch gemacht werden".
Klar man weiß es ja schon, warum also nicht dieses Wissen weiter geben.

Von der Seite des Sohnes aus betrachtet bin ich wohl die schwierige Mama, die gern mit Rat und Tat parat steht und dabei offensichtlich alles so viel besser weiß.
Logisch, das er dann genervt reagiert.

Was, wenn meine Methode nicht die Seine ist?
Was, wenn er ein anderer Lerntyp ist?
Was wenn er für sich selber raus finden will was geht und was nicht?

5.Klasse scheint eine Art Selbstfindungsphase in Schuldingen zu sein und das nicht nur bei uns.
Nur haben wir alle Null Bock (ja auch Eltern haben Null Bock), das es auch eine Zoffphase wird.
Also gab es jetzt per Familienrat eine Abmachung, die den Sohn in Schuldingen frei ziehen lässt bis zu einem gewissen von uns Eltern als kritisch angesehenen Punkt. Sollte der tatsächlich erreicht werden, gelten dann doch wieder unsere strafferen Regeln. Selbstverständlich sind wir für Hilfe, Abfragen ect. gerne da, aber nur, wenn es gewünscht wird.

Pupertät is halt auch los lassen und notfalls auffangen.
Pupertät ist auch sich als Eltern zurück zu halten und zurück zu nehmen und das ist wohl das was für Eltern schwierig ist und was sie für Kinder schwierig erscheinen lässt.


Wie das so bei euch läuft oder gelaufen ist würd ich gern erfahren.

Kommentare:

Josie hat gesagt…

Hach ja..das ist so ein Thema.
Ich denke mal..spätestens in der weiterführenden Schule sollte das Kind selbstständig Hausaufgaben machen,denn helfen ist ja schon schön,aber ich habs so oft erlebt,dass Kinder in ein ganz tiefes Loch fallen,wenn diese Dauerunterstützung nicht mehr gegeben werden kann.
Mach ich übrigends auch so,dass die Noten für mich akzeptabel sein müssen und bis jetzt haben meine beiden auch selbst gemerkt,wann sie in die Gänge kommen müssen.
Dein Sohnemann ist ja ein cleveres Kerlchen,der packt das schon.
GLG
Elke

Anett Brünnig hat gesagt…

Also normale hausaufgaben hat er bislang immer alleine oder in der Hausaufgabenbetreuung erledigt, das klappt auch.
Was hier immer gern ein Streitthema ist sind so Aufgaben wie Gedicht/Lied lernen, Vorträge oder was ausarbeiten wofür man eine Woche und mehr Zeit hat.
Ehe da mal angefangen wird, aber dann das große Rennen bekommen. *nerv*
Bringt ja nix, wenn ich mich hinstelle und die lösung verrate oder ihm alles mundgerecht serviere. Nee, nee das muß er schon selbst tun.
Aber meine Dauerschleife "denk dran, du mußt noch, is das schon fertig, hast du dir das noch mal angeguckt, ..." die hab ich grad abgestellt bzw. in eine einmalige Ansage umfunktioniert.
Wir werden sehen wie es funktioniert.