Montag, 6. Juli 2009

Schwebezustand

Ein Schweben zwischen normalem Alltag, besorgten Mitmenschen, dem Warten auf den schriftlichen Befund und erst recht dem Warten auf den 02.09.

Komisch ist das ja schon.
Da geht man ganz normal seiner Arbeit, seinem Alltag, seinem Familienleben nach.
Es ist als wäre nix, alles normal.
Dann kommt jemand und fragt wie es mir geht oder wie die Mammographie ausgefallen ist und dann kann man das Mammographiebild förmlich im Raum schweben sehen obwohl es nur vor meinem geistigen Auge schwebt und droht. Dann ist die Ansgt, die Ungewissheit und die Fragen wieder da, alles auf einmal, das es einem fast die Füsse weg zieht. Und dann hör ich mich sagen "ach mir geht's gut, wir machen das Beste draus und warten auf die Kontrolluntersuchung" und schon bin ich wieder drin im Normalen.
Mir geht's ja auch gut, tut ja nix weh, ich sehe nicht krank aus oder so, alles wie immer eben. Und wenn keiner danach fragt, dann schaff ich es bis zum Abend das olle Ding in meiner Brust komplett zu verdrängen.

Angst macht mir dann eher, wenn mein Chef mir vorschlägt eine Zweitmeinung ein zu holen und mir Ärzte und Kliniken nennt und von Brustkrebszentren redet. Auch wenn kein Mensch bis jetzt von bösartig und OP gesprochen hat, so sind das doch Worte, mit denen ich nicht umgehen kann, die mir Angst einjagen. Auch wenn er Recht hat, Ahnung haben die da auf alle Fälle von brüsten und OP's und so.

Und in solchen Momenten weiß ich dann nicht was besser ist, sich mit dem Möglichen zu befassen und sich zu informieren oder lieber alles laufen lassen und gar nix tun bis 02.09. und dann womöglich aus allen Wolken fallen.

Ich schwebe zwischen den Dingen, zwischen den Gemütszuständen - mal hoch, mal ein bisschen tiefer und hoffe nicht ab zu stürzen.


P.S. Danke für eure lieben Worte.

Kommentare:

Heike hat gesagt…

ich würde vielleicht doch keine 8 Wochen warten..zumindest wenn die Möglichkeit besteht früher einen Termin zu bekommen...lG HEike

Anett Brünnig hat gesagt…

das "Problem" ist ja, das sich die Radiologin nicht sicher ist ob es wirklich ein Tumor ist oder eine Überlagerung. deswegen die Kontrolle in 8 Wochen und dann wird entschieden wie weiter gemacht wird.
kann gut sein, das ich dann nur in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle gehe oder auch gar keine Kontrolle sein muß und über den Rest denk ich erst mal nicht nach

Heike hat gesagt…

ich wünsch dir das Beste was passieren kann..gruß Heike